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Renault Mégane E-Tech im Test: Alltagsfit (fast) ohne Schnelllader

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Es tut sich derzeit viel im Segment der vollelektrischen Kompakten. Die Zeiten, in denen sehr hohe Summen für Elektroautos ausgegeben werden mussten, um einen komfortablen Alltag damit zu erleben, sind vorbei. Der Renault Mégane E-Tech mit dem 60-kWh-Akku kostet ab 46.600 Euro (ohne Prämie) und lädt - wie der Test zeigt - dank 22 kW Ladeleistung an den normalen AC-Ladesäulen quasi nebenbei. Allerdings wird das Kabel dabei mitunter sehr warm, was für gewisse Ladeverluste spricht. Die Schnellladesäule muss lediglich auf langen Strecken einmal aufgesucht werden, wenn keine ein, zwei Stündchen Essenspause einkalkuliert sind. Da schafft der Mégane dann bis zu 130 kW - im Test waren es bei einem kurzen WC-Stop an der Autobahn bei 22 Prozent Restakku 128 kW.

Dank moderater Verbrauchswerte - 12,5 kWh im Stadtverkehr, 16,7 kWh kombiniert mit Autobahn, 23,5 kWh bei Bleifuß - sind zumindest im Sommer sorgenfrei mit Richtgeschwindigkeit 130 mehr als 300 Kilometer am Stück machbar. Dank Wärmepumpe für knapp 1000 Euro Aufpreis sollte dieser Wert bei Kälte nicht allzu stark sinken.

Drei Pluspunkte

* Das Navigationsgerät auf dem schönen großen Mitteldisplay ist direkt mit Google verknüpft. Das ist nicht nur bei der Suche nach passenden Ladesäulen sinnvoll. Zudem berechnet die Google-Navigation erfreulich pessimistisch den mutmaßlich am Ziel noch zur Verfügung stehenden Reststrom aus dem Akku. Mit Tempomat auf 140 Stundenkilometer kommt das auf der Autobahn hin, ansonsten sinkt der Akkustand sogar niedriger als errechnet.

* Im Mégane sind ein paar klassenuntypische Extras eingebaut - zumindest im Testwagen in der Ausstattungslinie Techno mit Advanced-Driving-Paket für gut 50.000 Euro. So ist der Rückspiegel wahlweise digital oder klassisch - was bei schlechtem Wetter dann oft die bessere Wahl ist. Zudem erkennt das Fahrzeug selbstständig, ob auf dem Beifahrersitz der Airbag besser ein- oder ausgeschaltet sein sollte.

* Die Optik empfinde ich als sehr gelungen. Dass Renault formschöne Autos baut, ist nichts Neues. Aber gerade Elektroautos kommen mangels Kühlergrill oft etwas klotzig daher - das ist beim Renault nicht der Fall. Das dürfte unter anderem an der geschickten Integration des Logos in die Lichtleiste an der Front liegen. Und auch der Innenraum ist durchaus ansehnlich geworden.

Zwei Minuspunkte

* Die Ladekante im Kofferraum ist sehr hoch. Damit ist der Kofferraum zwar trotz des großen Akkus durchaus voluminös, aber das Ein- und Ausladen von schweren und/oder sperrigen Gegenständen ist deutlich erschwert.

*  Zwar macht Renault in Sachen Ladeleistung und Akkugröße von der/dem Zoe einen Sprung, jedoch ist der/die Zoe ein Stück sparsamer und nicht so viel kleiner. Im Zweifelsfall könnte es da auch der kleinere Klassiker weiterhin tun. Und in Foren ist von Softwareproblemen und Aussetzern beim Laden über Lastmanagement zu lesen. Das gab es auch schon bei dem/der Zoe, aber da sollte Renault zeitnah einen Strich drunter machen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Daten

Länge/Höhe/Breite: 4,20 / 151 / 1,77 Meter (plus Spiegel)
Leergewicht: ab 1711 Kilo
Zuladung: bis 447 Kilo
Kofferraumvolumen: 389 bis 1245 Liter
Dachlast: 80 Kilo
Anhängelast ungebremst / gebremst: 900 und 900 Kilo
Leistung: 160 kW
Beschleunigung: 7,4 Sekunden von 0 auf 100
Höchstgeschwindigkeit: 160 Stundenkilometer
Preise: ab 46.600 Euro (mit 40-kW-Akku ab 42.000)

Zu den von mir getesteten Fahrzeugen beantworte ich Ihre individuellen Fragen und ermittele für Sie, was mit Ihrem persönlichen Fahr- und Ladeprofil das Fahrzeug auf Dauer voraussichtlich tatsächlich für Sie kostet. Preis: ab 39 Euro


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