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Test: Porsche Taycan 4S ST - das elektrische Luxus-Katapult

"Es stellt sich schon die Frage, ob das noch der Sinn von E-Mobilität ist." Das merkte die Fahrerin eines Dacia Spring an, die neben mir und dem damit angesprochenen Test-Taycan an der Ladesäule stand. Ein berechtigter Einwand angesichts eines fünf Meter langen hochmotorisierten Geschosses mit Luxus-Ausstattung bis zum Bersten und einem Gesamtpreis von knapp 170.000 Euro - dafür gibt es den Spring gut sieben Mal. 

Es ist auch nicht notwendig, dass ein Fahrzeug aus dem Stand per Launch Control (Gas und Bremse gleichzeitig treten, bis ein optisches Signal kommt, Fuß von der Bremse nehmeeehuuiiiiiiii...) derart beschleunigt, dass gefühlt alle Organe einen Moment brauchen, um dem eigenen Körper folgen zu können. Genauso wenig muss ein Sitz elektrisch in nur alle vorstellbaren Richtungen verstellbar sein und nur hochwertigste Materialien zum Einsatz kommen - doch das eine macht Spaß und das andere bringt viel Komfort. Tugenden, die der Dacia Spring nicht einmal annähernd aufweisen kann - dafür ist dieser extrem günstig und sehr sparsam, wie ich in einem zweiwöchigen Test selbst schon feststellen durfte.


Außerdem ist der Taycan trotz des recht hohen Verbrauchs von um die 30 kWh bei artgerechter Fahrweise ein Reisekönig. Das liegt zum einen am ordentlich dimensionierten Akku mit 79,2 bis 93,4 kWh Kapazität, zum anderen an der derzeit höchsten Ladeleistung auf dem Markt mit bis zu 270 kW, die ich im Test auch nahezu erreicht habe. Alle 250 bis 280 Kilometer mal kurz an die Ladesäule reicht also aus, um mit teils sportlichem Tempo zügig voranzukommen. Optional schafft der Porsche an den "normalen" AC-Ladesäulen 22 statt 11 kW. Ganz nett: AC-Laden geht links wie rechts, nur das Schnellladen funktioniert nur auf der rechten Seite. Allerdings wird aufgrund der beiden Ladeklappen der Taycan von Laien gerne mal fälschlicherweise für einen Plug-in-Hybrid gehalten. Die Sinnfrage über diese Kombination möchte ich an dieser Stelle nicht näher erörtern.

Aber wenn wir schon wieder beim Sinn sind: War ein Porsche jemals "sinnvoll"? Sportwagen und Vernunft haben noch nie so richtig zusammengepasst. Muss denn immer alles nur vernünftig sein? Fahrspaß spielt vor allem in Deutschland nun einmal für viele eine große Rolle. Wichtig ist nur der verantwortungsbewusste Umgang mit solchen Geschossen. Und da ist es vielleicht gar nicht verkehrt, dass ein Taycan erst ab knapp 100.000 Euro zu haben ist... Und ein Porsche, der 30 kWh Ökostrom verbraucht, ist für Klima und Umwelt sicher das verträglichere Katapult als einer, der 15 bis 20 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrennt.

Daten:

Länge/Höhe/Breite: 4,96 / 1,39 / 2,14 Meter (mit Spiegeln)
Leergewicht: 2325 Kilo
Zuladung: 625 Kilo
Kofferraumvolumen: 446 bis 1212 Liter (+84 Liter Frunk)
Leistung:  360 kW
Beschleunigung: 4,0 Sekunden von 0 auf 100 (Variante mit 2,8 Sekunden erhältlich)
Höchstgeschwindigkeit: 250 Stundenkilometer
Preise: ab 88.399 Euro (Standard), ST ab 89.351 Euro, Testwagen: 166.712,90 Euro


Zu den von mir getesteten Fahrzeugen beantworte ich Ihre individuellen Fragen und ermittele für Sie, was mit Ihrem persönlichen Fahr- und Ladeprofil das Fahrzeug auf Dauer voraussichtlich tatsächlich für Sie kostet. Preis: ab 39 Euro


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